Abschlussprüfung für Mediengestalter*innen

Termine

Bundeseinheitliche Termine der schriftlichen Abschlussprüfungen (Prüfungsbereiche 2 bis 5) für Mediengestalter*innen Digital und Print:

Achtung! Angaben ohne Gewähr oder Garantie. Termine können möglicherweise noch geändert werden.

Nochmal Achtung! In Baden-Württemberg gelten abweichende Termine für den Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde.

Die Termine der praktischen Prüfungen (Prüfungsbereich 1) sind nicht bundeseinheitlich geregelt, sondern werden regional in den Kammerbezirken festgelegt.

Aufbau der Abschlussprüfung

Die Abschlussprüfung für Mediengestalter*innen Digital und Print nach den Ausbildungsordnungen von 2013 und 2016 besteht aus fünf Bereichen. Prüfungsbereich 1 ist der praktische Teil der Prüfung, die Prüfungsbereiche 2 bis 5 bilden den schriftlichen Teil.

Prüfungsbereich 1 besteht je nach Fachrichtung aus zwei oder drei Aufgaben. Die Prozentzahlen in Klammern kennzeichnen die Gewichtungen der einzelnen Aufgaben bei der Ermittlung der Punktzahl für Prüfungsbereich 1.

Fachrichtung Beratung und Planung

Projektplanung und -konzeption

Fachrichtung Konzeption und Visualisierung

Designkonzeption und Visualisierung

Fachrichtung Gestaltung und Technik

Gestaltungsumsetzung und technische Realisation

Prüfungsbereich 2 – Konzeption und Gestaltung

Prüfungsbereich 3 – Medienproduktion

Der Aufbau entspricht Prüfungsbereich 2 (Konzeption und Gestaltung).

Prüfungsbereich 4 – Kommunikation

Prüfungsbereich 5 – Wirtschafts- und Sozialkunde

Bei der Berechnung der Gesamtpunktzahl der Abschlussprüfung werden die erreichten Punkte aus Prüfungsbereich 1 mit 50 %, aus den Prüfungsbereichen 2 und 3 mit jeweils 15 %, aus den Prüfungsbereichen 4 und 5 mit jeweils 10 % gewichtet.

Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn diese vier Bedingungen erfüllt sind:

Falls die Leistungen im schriftlichen Teil (Prüfungsbereiche 2 bis 5) nicht zum Bestehen ausreichen, kann eine mündliche Ergänzungsprüfung für einen mit weniger als 50 Punkten bewerteten Prüfungsbereich beantragt werden. Bei der Berechnung der endgültigen Punktzahl für diesen Prüfungsbereich werden die Bewertungen der schriftlichen und der mündlichen Leistung im Verhältnis 2 : 1 gewichtet.

Gesamtnote und Teilnoten für die Prüfungsbereiche ergeben sich aus den jeweils erreichten Punktzahlen:

Typometer nicht mehr als Hilfsmittel zugelassen

Seit der Prüfung im Sommer 2014 gehört das Typometer (Typomaß) nicht mehr zu den zugelassenen Hilfsmitteln in den Prüfungsbereichen 2 und 3 (Konzeption und Gestaltung, Medienproduktion).
Einfache Lineale sind aber auch weiterhin erlaubt. Es geht ja auch gar nicht ohne – für einige Aufgaben in den Prüfungsbereichen 2 und 3 wird das Lineal zum Zeichnen und Messen gebraucht.

Neue Ausbildungsverordnung (August 2013)

Am 1. August 2013 ist eine neue Verordnung über die Berufsausbildung für Mediengestalter*innen Digital und Print in Kraft getreten. Wesentliche Neuerungen gegenüber der Ausbildungsverordnung von 2007 sind zusätzliche Wahlqualifikationseinheiten und Anpassungen der Ausbildungsstruktur. Der Aufbau der Abschlussprüfung bleibt unverändert.

Den vollständigen, aktuellen Text der Verordnung finden Sie bei Gesetze im Internet (Webpräsenz des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz). Ausführliche Informationen zur Ausbildungsverordnung vom August 2013 enthält die Broschüre (PDF) des ZFA.

Änderung der Ausbildungsverordnung (August 2016)

Zum 1. August 2016 wurden drei Wahlqualifikationseinheiten zur Flexografie eingeführt. Gleichzeitig wurde die bisherige Flexografen-Ausbildungsordnung aufgehoben. Der Aufbau der Abschlussprüfung bleibt unverändert.

Praktische Hinweise und Erläuterungen zur Ausbildung in Flexografie-Unternehmen liefert eine Informationsschrift der Bundesinnung für das Flexografie-Handwerk und des Bundesverband Druck und Medien (bvdm)

Neue Struktur der WiSo-Prüfung ab Dezember 2016

Die Aufgabenentwickler*innen bei der PAL (Prüfungsaufgaben- und Lehrmittelentwicklungsstelle) haben sich mal wieder etwas Neues einfallen lassen: Alle Aufgaben – gebundene wie ungebundene – beziehen sich künftig auf eine fiktive Musterfirma. Die Aufgaben sollen dadurch in einen Situations- und Sinnzusammenhang gestellt werden, der den Prüfungskomplex thematisch bestimmt und einrahmt. Anzahl der Aufgaben und Bearbeitungszeit bleiben unverändert.

Zum Hintergrund: Die WiSo-Aufgabensätze (Prüfungsberech 5) werden nicht vom ZFA, sondern von der Prüfungsaufgaben- und Lehrmittelentwicklungsstelle der IHK Region Stuttgart (PAL) entwickelt. Und zwar nicht speziell für Mediengestalter*innen, sondern übergreifend für zahlreiche Berufe.

Fachbezogene Mathematik

In der Abschlussprüfung für Mediengestalter*innen Digital und Print gibt es zwar keinen eigenständigen Prüfungsbereich Mathematik. Fachbezogene Mathematik ist dennoch prüfungsrelevant, denn die schriftlichen Prüfungsbereiche Konzeption und Gestaltung sowie Medienproduktion enthalten auch einige rechnerisch zu lösende Aufgaben. Übungsaufgaben zu »matheverdächtigen« Prüfungsthemen finden Sie kurz nach Veröffentlichung der thematischen Stichwörter des ZFA auf der Website zum Buch MatheMedien.

Heiße Insidertipps

… gibt es weder hier noch sonst irgendwo! Es kursieren zwar immer mal wieder Gerüchte darüber, welche Aufgabenstellungen in der Prüfung garantiert drankommen sollen. Solchen Gerüchten fehlt regelmäßig die faktische Grundlage – Kaffeesatzleserei hilft Ihnen nicht weiter! Prüfungsaufgaben unterliegen strenger Geheimhaltung – da sickert nichts durch. Die einzig zuverlässigen Hinweise sind die vom ZFA veröffentlichten Stichwörter zu den Themengebieten in den Prüfungsbereichen Konzeption und Gestaltung sowie Medienproduktion – und die nennen keine konkreten Inhalte oder Aufgabenstellungen, sondern sind recht allgemein gehalten.